
Der Skipper des Törns (Fotos: Roswitha Kranz)
Wie auch immer, als Roswitha mich anspricht spiele ich mit dem Gedanken aufzugeben, also den Törn nach der ersten Woche abzubrechen. Es steht der Crewwechsel an, der für Puerto de Andraitx geplant ist. Wie soll das ohne Liegeplatz und ohne Dingi funktionieren? Ich bekomme zwei absolute Segelneulinge an Bord – einer davon ein Kind. Wie sollen die in Ruhe eingewiesen werden? Ich bin ein wenig verzweifelt, da ich mich angesichts der bis hierher gemachten Erfahrungen davon verabschiedet habe in Andraitx einen Liegeplatz zu bekommen. Wieder keine Pause. Und Pause ist für mich, festgemacht in einem Hafen zu liegen. Liegen in einer Ankerbucht gehört nicht dazu, weil ich mich dabei ständig in einer „Hab-Acht-Stellung“ befinde. Ich teile der Crew meine Gedankenspiele während des Frühstückes mit. Sie reagiert erwartungsgemäß mit Unverständnis. Nur Detlef, der zweite Mann an Bord, weiß wovon ich spreche und stellt sich hinter meine Entscheidung, wie auch immer sie ausfallen wird. Die fällt noch nicht an diesem Morgen. Ich will vielmehr abwarten, wie es in Andraitx laufen wird.